Depression

Nicht jede vorübergehende Traurigkeit, Niedergeschlagenheit oder Sinnkrise ist eine Depression. Von einer Depression spricht man erst, wenn die gedrückte Stimmung und Freudlosigkeit länger als 2 Monate anhält und von einer grundsätzlichen Antriebslosigkeit und Interesselosigkeit an Dingen, für die man sich früher interessiert hat, begleitet wird.
Eine Depression kann sehr unterschiedliche Formen und Ausprägungen haben, DIE Depression schlechthin gibt es nicht!
Symptome, die bei einer Depression auftreten können, sind:

  • Fehlendes Interesse und Freude an normalen Aktivitäten und Vergnügungen
  • Sozialer Rückzug
  • Veränderung von Persönlichkeitszügen, wie z.B. plötzliche Aggressivität
  • Geringerer Appetit/Gewichtsverlust oder erhöhter Appetit und Gewichtszunahme
  • Schlafstörungen, gekennzeichnet durch frühzeitiges Erwachen gefolgt von Grübeln oder durch Einschlafstörungen
  • Geringerer oder erhöhter Schlafbedarf
  • Rastlosigkeit oder Trägheit
  • Verringerte sexuelle Energie
  • Fehlende Energie, Müdigkeit
  • Geringeres Selbstbewusstsein
  • Schuldgefühle
  • Weinerlichkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten, langsamer Gedankengang
  • Unentschlossenheit
  • Wiederkehrende Gedanken über den Tod, Selbstmordgedanken, Selbstmordversuche
  • Wahnphänomene

Eine Depression drückt sich häufig auch durch körperliche Symptome aus wie z.B.:

  • Stechen im Herzen, Brennen oder Druck
  • Herzklopfen, Herzrasen
  • man verspürt einen Kloß im Hals
  • der Hals ist wie zugeschnürt
  • man fühlt ein Druckgefühl auf den Ohren
  • es können Ohrgeräusche auftreten (ähnlich Tinnitus)
  • Schwindelanfälle
  • man hat öfters „weiche Knie“
  • ein erhöhter Blutdruck ohne körperlich nachweisbare Ursache
  • Schmerzen

Bei Männern ist zu beachten, dass sich die Depression häufig durch besondere Reizbarkeit, Wutanfälle, niedrige Impulskontrolle, hohe Risikobereitschaft und Suchtmittelmissbrauch zeigt.

Eine Depression kann also viele Gesichter haben. Eines ist jedoch gemeinsam: Ein normales Leben ist für die Betroffenen nur stark eingeschränkt möglich, tägliche Pflichten werden schnell zu einer unüberwindlichen Hürde.
Klinische Studien haben gezeigt, dass eine Kombination von Medikamentengabe und Psychotherapie die besten Erfolge in der Behandlung erzielten.