Burnout

Unter dem Burnout Syndrom versteht man einen Zustand des körperlichen und emotionalen völligen Ausgebranntseins. Die Betroffenen fühlen sich häufig erschöpft,  schwach, lustlos und sind nicht mehr fähig, sich in irgendeiner Weise zu erholen. Dieser totale Erschöpfungszustand erfolgt nicht schlagartig, sondern entwickelt sich schleichend über mehrere Phasen, die sehr individuell verlaufen können, was es auch sehr schwierig macht, dies frühzeitig zu erkennen.

Erste Warnsignale sind oft mangelnde Geduld, schlechter Umgangston gegenüber seinen Mitmenschen sowie ständige Gereiztheit. Später können Konzentrations- und Gedächtnisschwäche, Ungenauigkeit, undifferenziertes Schwarz-Weiß-Denken, sozialer Rückzug, emotionale Abflachung und Desinteresse an der Umwelt folgen.
Körperliche Symptome sind oftmals Schlafstörungen, Herzklopfen, Engegefühl in der Brust, Rücken- und Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen, sexuelle Probleme, usw. Es kann aber auch zu verschiedensten somatischen Erkrankungen kommen.
Häufig versuchen betroffene Menschen, ihre zunehmenden Symptome durch  mehr Alkohol-, Kaffee-, Tabak- oder Drogenkonsum zu kompensieren.
Die schwerste Form des Burnout Syndroms  ist gekennzeichnet durch ein generelles Gefühl der Hoffnungslosigkeit und Sinnlosigkeit dem Leben gegenüber, das schließlich sogar in Selbstmordgedanken münden kann.

Die Ursachen des Burnout Syndroms sind vielfältig und können sowohl im Arbeitsfeld als auch im Privatleben liegen. Häufige Ursachen sind ständiger großer Zeit- und Leistungsdruck am Arbeitsplatz, mangelnde Anerkennung für die geleistete Arbeit, sehr hohe Anforderungen an sich selbst, Angst um den Arbeitsplatz, Mobbing oder Arbeitslosigkeit, aber auch Frust und Überforderung im Privatleben.

Es ist äußerst wichtig, schon erste Anzeichen des Burnouts bei sich wahrzunehmen und sich Hilfe und Unterstützung zu suchen, bevor das letzte Stadium erreicht ist.